Ich bin fremdgegangen und werde es wieder tun!

22. Januar 2017
Veröffentlicht von Florian Sager

Dumpfes Gestöhne dringt durch meine geschlossene Zimmertür. Das Licht ist aus, nur eine einsame Kerze wirft geheimnisvolle Schatten. Ich bewege mich rhythmisch zu ruhiger Musik. Nach vorn und wieder zurück, nach vorn und wieder zurück. Der Schweiss läuft mir langsam die Stirn herunter und ich will ihn wegwischen, aber ich kann noch nicht, darf noch nicht. Eine letzte ruckartige Bewegung, ein lauter Knacks und es ist vorbei. Befriedigung durchströmt meinen Körper, vollkommen entspannt lege ich mich auf meine Yogamatte und atme noch einmal tief ein und wieder aus!
Sorry, reingelegt Freunde. Die Versuchung war zu gross. Ich schreibe dies aber aus aktuellem Anlass. Obwohl ich mir die grösste Mühe gebe, so clean wie möglich zu trainieren, plagen mich immer wieder Rückenschmerzen, die sich in eine momentan schwer zu ertragende Last entwickelt haben. Ich habe mir immer gesagt, das gehe schon vorbei und habe nie aktiv reagiert. Ein wenig lindernde Salbe drauf und warten auf bessere Tage. Diese Tage sind auch immer wieder gekommen, teilweise hatte ich mehrere Wochen keine Probleme. Aber immer damit rechnen zu müssen mit Verspannungen und Schmerzen im Rücken aufzuwachen kann auf längere Sicht nicht der richtige Weg sein. Nun möchte ich nicht mehr passiv abwarten, sondern etwas dagegen unternehmen. Manche schwören auf die Blackroll, andere auf gezieltes Krafttraining, Yoga oder den Besuch bei einem Chiropraktiker. Ich habe mich entschieden, meinem Körper, speziell meinem Rücken durch Krafttraining mehr Halt zu geben und meinen Körper mit Hilfe von Yoga auf eine andere Weise kennenzulernen, in ihn hineinzuhören und dort Unterstützung bieten, wo sie benötigt wird.

Nun habe ich schon mehrfach Yoga gemacht und es war ein spezielles Erlebnis. Stellt euch vor, ihr seid ein hyperaktiver Junge im Körper eines 23-Jährigen und plötzlich findet ihr euch wieder auf dem Boden in eurem Zimmer. Achtet euch gezielt auf das Herunterfahren des Körpers, auf eure Atmung und hört einfach nur in euch hinein. Schon fast ein bisschen unheimlich das Ganze, aber überaus befriedigend. Eine Erfahrung, die ich nur weiterempfehlen kann. In diesem Sinne gehe ich also meiner geliebten Sportart Parkour fremd, um sie noch möglichst lange beschwerdefrei ausführen zu können.

Ihr hört wieder von mir!


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Dieser Artikel wurde verfasst von Florian Sager

2 Kommentare

  • Johne342 says:

    It is actually a nice and helpful piece of information. I am happy that you simply shared this helpful information with us. Please stay us informed like this. Thank you for sharing. dkfdgkkdfekg

  • Patrick PapaPi Binggeli says:

    Hey Florian, wir sagen dazu immer „Das Eine tun, das Andere nicht lassen!“ Parkour ist, für mich die wohl vielseitigste Sportart, was den Körper angeht, jedoch wird das Bindegewebe, wie bei den meisten anderen Sportarten vernachlässigt. Dies legt natürlich nahe, diesen Bereich auch zu „behandeln“. Dies kann durch Yoga oder diverse andere Bewegungs- und Mobilitätsübungen geschehen. Super, dass Du diesen Post gemacht hast. Verbreite Dein Wissen! Viele können davon profitieren. Meist merkt man die Auswirkungen eines nicht ganzheitlichen Trainings erst etwas später und noch nicht in jungen Jahren. Freue mich darauf demnächst mal mit Dir zu trainieren. Grüsse Pi

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