Nicolas Roth

11. Dezember 2016
Veröffentlicht von Nicolas Roth

„Da ich seit 9 Jahren Parkour ausübe, hatte ich schon viele bevorzugte Trainingsweisen. Von der Turnhalle nach draussen, über Nightmissions zum Einzeltraining, bis zum jetzigen Parkourpark.“ Nicolas Roth
Was ist deine Funktion bei Nurf?

Vor 8 Jahren haben Florian, Matthias, Patrick und ich Nurf gegründet. Seitdem bin ich Trainer, Vorstandsmitglied und zuständig für den Webauftritt. Ich finde es wundervoll, dass es nach 8 Jahren immer noch so gut zwischen uns läuft.
Ende Sommer haben wir die neue Webseite von Nurf aufgeschaltet. Es hat sehr viel Spass gemacht die Webseite zu gestalten und zu programmieren. Es war aber so viel Arbeit, dass ich bis zur nächsten Webseite Ferien habe.

Nurf nimmt einen grossen Teil deiner Zeit in Anspruch. Was betreibst du abgesehen davon?

Ja. Bei Nurf gibt es immer etwas zu tun.
Ich studiere im 3. Semester Animation an der HSLU. Nicht Soziokulturelle Animation sondern 2D / 3D Animation. Wenn ihr mehr wissen wollt, findet ihr hier mein Animation Reel 2016.

Was ist deine bevorzugte Trainingsweise bei der Ausführung von Parkour?

Da ich seit 9 Jahren Parkour ausübe, hatte ich schon viele bevorzugte Trainingsweisen. Von der Turnhalle nach draussen, über Nightmissions zum Einzeltraining, bis zum jetzigen Parkourpark. Im Parkourpark habe ich angefangen mehr kreative Runs zu trainieren. Ein Run kann endlos lang werden.
Hier ein Beispiel.
Ich bevorzuge es so zu trainieren, dass ich mich nicht verletze. Heisst konkret, dass ich mir bei meinen Sprüngen zu 95% sicher sein muss (ganz sicher kann man sich nie sein) oder, dass ich meistens einen Plan B bereit habe, falls etwas schief läuft.

Wen siehst du als sportliche Inspiration?

Ich lasse mich gerne durch meine Trainingsgenossen inspirieren. Immer wieder eine Freude ist es, mit Florian Sager zu trainieren. Wir teilen eine sehr ähnliche Trainingseinstellung und stellen uns gegenseitig mögliche und unmögliche Challenges. Wenn es um kreative, akrobatische und atemberaubende Sprünge geht, lasse ich mich von Mikail Tasdelen, Julian Dutoit oder Justin Irawan inspirieren. Jedoch muss ich mir manchmal eingestehen, dass ich zur älteren Generation gehöre. Mit Andy Meyer trainiere ich sehr gerne wegen seinen sauberen Landungen und den ausgeklügelten Techniken. Es gibt noch weitere Inspirationsquellen welche aber geheim sind.

Hilft dir die Sportart Parkour in der Bewältigung deines Alltags? Wenn ja wie?

Da mein momentaner Alltag zu einem Grossteil aus trainieren und animieren besteht, hilft mir Parkour extrem. Zum Beispiel ist meine körperliche Fitness besser als bei sehr vielen Menschen, was natürlich in vielen Situationen hilfreich sein kann. Ausserdem kann ich in der Animation Bewegungsabläufe meiner Figuren besser nachempfinden und verstehe warum etwas unnatürlich oder unlogisch aussieht.

Was ist dein Lieblings Parkourvideo?

Wenn es eine Rangliste gäbe, wären unzählige Videos auf Platz 1. Das Video „No Title 3“ von Matthias Mayer ist eines davon. Ich kann es euch wärmstens empfehlen die anderen beiden Teile auch zu schauen.

Eine kleine Parkourgeschichte/ Erlebnis. Erzähl drauflos!

Im Sommer 2012 begaben sich Matthias Egger und ich auf eine Reise quer durch Europa. Wir drehten den Film The Law Of Flying und trafen auf unserer Reise unzählige gute Menschen.
An unserem dritten Tag oder so trafen wir ein Elternpaar, welches uns beim Trainieren zuschaute. Sie erzählten uns, dass ihr Sohn auch Parkour betreibe. Wir fragten woher sie kämen und in welchem Team ihr Sohn sei. Es stellte sich heraus, dass ihr Sohn bei der Speeders Family aus Belgien dabei war. Als wir aber Wochen später die Speeders trafen, stellte sich heraus, dass es niemandes Eltern waren.
In Belgien reisten wir von Stadt zu Stadt und in Oostende waren wir eines Abends auf der Suche nach einer Schlafmöglichkeit. Oder besser gesagt, die Traceure aus Oostende suchten für uns. Wir machten in der Wohnung von Zaur Kourazov einen Zwischenhalt, als seine Eltern nach Hause kamen. Wir konnten es nicht glauben, dass wir in der Wohnung der Leute standen, welche wir etwa 5 Wochen zuvor in Lissabon am Strand trafen. Einen grösseren Zufall habe ich seither nicht mehr erlebt.

THE LAW OF FLYING vimeo play


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