Weapons of a Freerunner

23. Januar 2017
Veröffentlicht von Florian Sager

Wenn wir einmal einen freien Tag geniessen und uns als Team zum gemeinsamen Training treffen, könnte man wohl denken wir trainieren den lieben langen Tag und machen nichts anderes als das. Dem ist aber leider nicht so, irgendeinmal machen auch unsere parkourgestählten Körper schlapp. Zum Glück können wir uns auch noch mit anderen Dingen beschäftigen, für einmal ohne dabei über das nächstbeste Hindernis zu springen. Meistens.. Das soll aber nicht heissen, dass es nichts mit unserer Parkourmentalität zu tun hat!
So kann ich mit Gewissheit sagen, dass das heute so alltägliche Bottleflipping bei jedem der ernsthaft Parkour macht schon lange zum allgemeinen Beschäftigungsrepertoire gehörte, noch bevor es ein Socialmediahype wurde. Deshalb auch die aussergewöhnlichen Skills unseres Freundes Joel Eggimann*Zwinker*. Wir lieben es unbekanntes zu entdecken, in die Natur zu gehen und für den Moment einfach mal weg vom Fenster zu sein. Am besten ohne Kontakt zur Zivilisation. Eine Ausnahme macht da nur unsere Kamera, damit wir auch schöne Videos für euch filmen können. Aber wie beschäftigen wir uns denn ohne im 5-Minuten Takt das Smartphone zu checken?
Fokus, Disziplin und Kreativität die Waffen eines Freerunners
Wie ich schon im Interview von mir erwähnt habe, lieben wir es grosse Feuer zu machen. Je grösser desto glücklicher sind wir, versteht sich natürlich! Ich muss aber leider gestehen, dass diese Art der Unterhaltung nur einen kleinen Teil unserer Freizeit ausmacht und dies hauptsächlich im schönen warmen Sommer. Man könnte allgemein sagen wir haben sehr grossen Gefallen daran, Dinge zu erbauen. Seien es gigantische Steinmännlein in einem der wunderschönen Tessiner-Täler, Sandburgen oder komische Konstrukte, die mit allem was gerade zur Hand ist, gebildet werden. Nach dem Bauen kommt aber der wirkliche Spass. Das Zerstören! Ich denke wir könnten uns tagelang damit unterhalten, Steine auf Dinge zu werfen. Einfach nur zielen und treffen, zielen und verfehlen, zielen und merken, dass man gar nicht gezielt hat… Hauptsache Steine werfen! Sind keine Steine in Reichweite holen wir unsere Jonglierbälle aus dem Rucksack hervor und jonglieren. Alleine, zu zweit oder zu dritt spielt keine Rolle. Ganz unterbewusst stellen wir uns selbst und unseren Teammitglieder Herausforderungen, mit dem Ziel uns weiterzuentwickeln, egal in welchen Lebensbereichen. Genau darin sehe ich auch den Zusammenhang zwischen unserer Parkourmentalität und den anderen Bereichen unserer Leben. Durch das Training haben wir uns selbst beigebracht fokussiert, diszipliniert und kreativ zu sein, egal was für eine Beschäftigung es ist.

Testet es aus und macht wieder einmal etwas, dass ihr sonst nie machen würdet.
In diesem Sinne: Stay Childish!


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